© Birger Schwarz / Kirchengemeinde Meinerdingen

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Meinerdingen, 10. Dezember 2016

Nachricht

Schenken und beschenkt werden

St.Georg-Kirche im Winter
 St.Georg-Kirche im Winter

Wir verschenken und nehmen in Empfang:

Spielzeug oder einen Schlips, eine
Torte oder den Lutscher, Zeit und Aufmerksamkeit
und vieles, vieles mehr.
Weihnachten ist das Fest des Schenkens. Natürlich wird viel übertrieben,
auch Sachen werden besorgt, weil man zu wenig Zeit
hatte; Symbole der Liebe werden überreicht, auch wenn die Nähe
zu wünschen übrig lässt.
Aber gegen das Schenken an sich ist nichts zu sagen: Jesus selbst ist
ja ein Gottesgeschenk – mit ihm kam der Friedenswille in die Welt.
Und auch Jesus wurde beschenkt: Die Weisen aus dem Morgenland
gehören zum Personal jeder Krippe: Gold, Weihrauch und das köstliche
Salböl Myhrre überreichten sie.
Schenken ist eine der schönsten Begabungen. Mit Leichtigkeit, mit
Anmut dem Anderen eine Freude anrichten, rührt an den Sinn des
Lebens. Am liebsten beschenken wir die, die wir am meisten lieben.
Das ist wahres Glück, etwas zu finden, was sie selber sich nicht
gönnen, worauf sie auch gar nicht kämen, weil sie zu bescheiden,
vielleicht auch zu phantasielos sind. Und wie schütten sie sich aus
vor Freude. Hoffentlich sind sie nicht beschämt, weil sie nur maßvoll
schenkten. – Jeder muss in seinem Maß bleiben. Hauptsache es
stimmt für mich, für dich. Wir dürfen nicht vergleichen.
Auch für mich tu ich viel, wenn ich „Brot für die Welt“ besorge,
eine nackte Not lindere, dem Bettelnden den Schein zuschiebe. Das
Glück, genug zu haben – beim Schenken werde ich’s erst gewahr.
Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht Ihnen,


Ihr Pastor Thomas Delventhal