(c) B. Schwarz
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Düri-Treff

Nachricht 07. März 2015
Düri-Treff
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Toleranz, Vielfalt und Frieden

So war das Motto einer Demonstration am 19. Januar in Walsrode.
Mit dem Verein „Gemeinsam für Eine Welt e.V.“ hatten auch die
Kirchen dazu aufgerufen und es kamen über 500 Menschen um zu zeigen, dass „Fremde“ hier willkommen sind. Schon jetzt leben Menschen aus ca. 25 anderen Herkunftsländern hier in der Stadt, manchmal noch mehr nebeneinander als miteinander. Vorbehalte und Ängste bestehen oft durch Unkenntnis und mangelnde positive Begegnung. Um sich nun gegenseitig kennenzulernen, gab es erste Kontakte zwischen der Kirchengemeinde und Frau Charlotte Schließauf, die im Dürerring 13 in einer Projektwohnung arbeitet.
Die Stelle wird inzwischen vom Diakonischen Werk des Kirchen-
kreises  nanziert und die Wohnung demnächst von der Stadt be-
zahlt. In den vergangenen Jahren wurde sie auch getragen vom Ste-
phansstift und dem Bildungsbüro. In der Umgebung leben überwiegend Menschen mit Migrationshintergrund.
Düri-Treff
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Es sind Yeziden, Muslime und Christen. Die Kinder haben es schwerer in der Schule, da ihre Eltern trotz bescheidener Deutschkenntnisse meist nicht viel helfen können. Beim „Düritreff“, einer angemieteten Wohnung, können ca. 27 Kinder in verschiedenen Kleingruppen Hausaufgabenhilfe bekommen. Mit Unterstützung von Frau Schließauf, einigen Müttern oder anderer Helfen bekommen sie Förderung im Lesen und Rechnen. Mit kleinen Zusatzaufgaben trainieren sie für Klassenarbeiten oder erlernen im Spiel soziale Regeln.
 
Auch die sportliche Betätigung hat einen hohen Stellenwert. Durch einen „mit Sternchen verdienten“ Besuch im Schwimmbad oder das Kennenlernen von Sportvereinen soll ein Schritt zu mehr Integrati- onsarbeit geleistet werden. Beim Elterntreff gibt es nicht nur einen Austausch über Erziehung- und Alltagsfragen, sondern es ist auch ein gutes Training für die deutsche Sprache. Denn dieses fehlt trotz abgeschlossener Deutschkurse oft, da die Familien wenige Kontakte zu Deutschen haben und bei der Bewerbung besteht schon mit dem Namen oder der Aussprache eine Hürde.
Düri-Treff
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Trotz dieser Angebote fehlt es immer noch an Unterstützung. Die Zeit zum Lesen lernen oder das Üben für Arbeiten ist in der großen Gruppe manchmal nicht ausreichend. Der begleitende Besuch beim Sport (die Wege zur Halle oder dem Schwimmbad sind oft eine Hürde) könnte für mehr Kontinuität und Zugang zu Vereinen sorgen. Aber auch ganz praktische Bereiche, wie das Reparieren der Räder oder Hilfe bei Behördenbriefen sind gefragt.
 
Wer anders Hilfestellung bieten will, kann sich auch an Pastorin Schäfer wenden. Sie hat eine Willkommensgruppe gegründet, die sich jeden Mittwochnachmittag ab 15 Uhr im Haus der Diakonie trifft.

Außerdem gibt es den Verein „MENTOR - die Leselernhelfer Walsrode e.V.“ mit Kontakttelefonnummer 9 49 81 18.
 
Bei Interesse dürfen Sie sich auch melden bei Frau Schließauf, Telefon 35 65 oder im Weltladen, Telefon 4 81 08 10.